Die traditionelle Erklärung über die Entstehung eines Muskelkaters, die die Übersäuerung (Laktat/Milchsäure) der Muskulatur durch Überlastung dafür verantwortlich macht, ist überholt. Tatsächlich ensteht bei einer starken Beanspruchung auch Laktat, welches Schmerzen oder Brennen in den betroffenen Gebieten verursachen kann, jedoch sind diese Prozesse in der Regel nach 30 Min. abgeschlossen.

Nach heutigem Stand der Forschung ist der Schmerz des Muskelkaters als Folge von Mikroverletzungen der Muskelfaser (Risse in den Muskelfibrillen) anzusehen, die bei einem Übertraining entstehen können. Dadurch kann Flüssigkeit in die Faser eindringen und Mikroödeme (kleine Schwellungen) entstehen. Auf diese Weise ist auch der bekannte Dehnungs- und Fülleschmerz bei Muskelkater zu erklären.

Gefährlicher oder gewünschter Effekt nach dem Training?

Muskelkater ist nicht gefährlich. Die angestrebten Verbesserungen in der Muskulatur (dies gilt natürlich nicht nur im Training, sondern auch in der Rehabilitation und Therapie) werden nur durch die Regeneration erreicht, der Muskel erholt sich also über das Ausgangsniveau hinaus (Superkompensationseffekt).

Was hilft gegen Muskelkater?

Grundsätzlich viel Wasser trinken (ggf. mit Magnesium Zugabe) und sich moderat bewegen! Am besten wirken leichte Ausdauerbelastungen, vorzugsweise an der frischen Luft. Ebenso können Sie auch die Bewegungen, welche zum Muskelkater geführt haben, mit geringeren Intensitäten wiederholen. Hilfreich sind auch stoffwechsel- und durchblutungsfördernde Maßnahmen. Es ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen, dass Dehnungen oder Massagen helfen können.

Wann ist es zuviel?

Muskelkater ist allerdings auch immer ein Zeichen des Körpers für eine Überlastung. Wenn der Körper keine ausreichende Pause und Regenerationszeit bekommt, kann sich der positive Effekt umkehren.

Grundsätzlich gilt also: Muskelkater ist nicht gefährlich, aber auch nicht jedes effektive Training muss Muskelkater implizieren!

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